Moin Phillip, stell dich doch einmal kurz vor. Wie bist du ausgerechnet auf die Ausbildung zum Steuerfachangestellten gekommen?
Ich habe mich schon seit der Grundschule für Zahlen interessiert und war immer ziemlich gut in Mathe. An der Ausbildung hat mich vor allem die Kombination aus logischem Denken, Problemlösung und vorausschauendem Arbeiten gereizt. Man muss Zusammenhänge verstehen, verschiedene Möglichkeiten abwägen und manchmal etwas weiterdenken, um die passende Lösung für einen Mandanten zu finden.
Steuerberatung hat nicht unbedingt den coolsten Ruf. Was dachtest du vor deiner Ausbildung über den Beruf – und was davon war völliger Quatsch?
Ich hatte schon eine ungefähre Vorstellung davon, was mich erwartet. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass man so viel mit Gesetzen und deren Anwendung arbeitet.
Wie sieht ein normaler Ausbildungstag bei dir aus?
Mein Arbeitstag beginnt um 8:00 Uhr im Büro. Zuerst kümmere ich mich um die organisatorischen Aufgaben, zum Beispiel E-Mails und meine offenen Aufgaben in DATEV.
Was darfst du schon selbst machen und wobei brauchst du noch Unterstützung?
Ich betreue inzwischen auch einige Mandanten selbstständig. Dabei kümmere ich mich vor allem um die Finanzbuchhaltung und die Kommunikation. Natürlich habe ich dabei auch regelmäßig Fragen. Wenn ich etwas nicht weiß, kann ich mich aber jederzeit an meine Ausbilderin oder jemanden aus dem Team wenden. Außerdem unterstütze ich bei der Erstellung von Steuererklärungen, zum Beispiel bei Einkommensteuer-, Gewerbesteuer- und Lohnsteuerthemen.
Was kannst du heute, von dem du vor deiner Ausbildung noch überhaupt keine Ahnung hattest?
Ich habe vor allem ein gutes Verständnis für die Zusammenhänge im gesamten Steuersystem entwickelt. Ich lerne immer besser, welche Steuer in welchen Fällen relevant ist und welche Regelungen für unterschiedliche Unternehmen gelten. Natürlich gehört dazu auch, sich mit den entsprechenden Gesetzen auseinanderzusetzen. In der Finanzbuchhaltung fühle ich mich mittlerweile schon sehr sicher und kann viele Aufgaben selbstständig bearbeiten.
Was macht dir bisher am meisten Spaß – und bei welchem Thema fragst du dich manchmal noch, wer sich das ausgedacht hat?
Die Arbeit mit DATEV macht mir sehr viel Spaß. Ich finde es interessant, neue Funktionen und Möglichkeiten kennenzulernen und meine Kenntnisse in der Finanzbuchhaltung weiter auszubauen. Etwas schwieriger finde ich manchmal die Arbeit mit den Gesetzestexten. Die sind teilweise ziemlich kompliziert formuliert.
Hand aufs Herz: Würdest du dich noch einmal für die Ausbildung entscheiden? Und wenn ja, warum?
Ja! Mir gefällt besonders, dass man viel nachdenken und Probleme selbstständig lösen muss. Genau diese Kombination aus logischem Denken, vorausschauendem Arbeiten und dem Finden von passenden Lösungen für Mandanten hat mich von Anfang an an der Ausbildung interessiert.
Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, seine Ausbildung bei der HBS zu machen?
Ich würde die Ausbildung allen empfehlen, die gerne logisch denken, mit Zahlen arbeiten und Spaß daran haben, Zusammenhänge zu verstehen. Man sollte außerdem bereit sein, sich auch mit Gesetzen auseinanderzusetzen.